Auf wiedersehen island/bleSs bless island

Etappen 39-42

Wecker auf fünf gestellt aber schon um halb fünf mit dem Packen begonnen. Die Nacht blieb trocken, das Zelt auch, sogar von der Innenseite.

Verflixt! Meine wertvolle, fünf Jahre alte Goretexjacke fehlt! Ich habe sie gestern über den Stuhl im Kaffí Lára gehängt, fällt mir ein. Es war mir nach der Sauna auch noch zu warm, ich zog sie aus, hängte sie über den Stuhl und habe sie dort vergessen. ICH WERDE ALT! Zwar wollte ich mir nach der Tour sowieso eine neue, ähnlich zuverlässige Jacke zulegen, so wie ich die alte schon durch ständigen Gebrauch besonders bei Touren durch ständiges Einzwängen, Verknittern und Festzurren in den Spanngurten am Gepäckträger malträtiert habe. Ausmustern, und auf diese Weise gar, wollte ich sie aber auf keinen Fall. Sie war ja noch immer Regendicht. Und ich Trottel bin jetzt oben herum nicht nur „nicht ganz dicht“. Ich habe plötzlich keine Regenjacke mehr!!! Gut, dass es trocken bleibt!

Das Restaurant öffnet um 11.30 Uhr, die Fähre geht um 10.30 Uhr, Check in bis 8.30 Uhr. Schlechte Karten. Im Restaurant sehe sie durchs Fenster morgens nicht mehr. Ich schreibe eine Nachricht, schildere die Umstände, gebe meine Adresse an, versuche anzurufen. Erfolglos. Auch um 7 Uhr.

Gut, dass es wenigstens jetzt nicht regnet. Auf dem Schiff kann ich mir ja eine kultige, regendichte ADVENTURE -Übergangsjacke zulegen, die vielleicht bis zum nächsten Abenteuer halten wird. Schade…

Ich frühstücke, nachdem fast alles verpackt ist, packe als letztes das durchlüftete Zelt zusammen und verlasse schon um 6.30 Uhr mit relativ leichtem Gepäck das Gelände, um am Restaurant noch etwas zu warten. Eine wunderschöne Katze bewacht das Anwesen. Ich bin ihr völlig schnuppe, mein Gepäck hingegen nicht. Wahrscheinlich wittert sie Trockenfisch in der linken Lowrider-Tasche.

An der Campingrezeption gebe ich noch meine Adresse ab und schildere meinen Jackenverlust. Vielleicht erreicht mich die Jacke doch noch, per Post. Ihr erfahrt es…

Auf die Fähre durften Radler und Motorbiker zuerst einfahren.

KILOMETERRESÜMEE: Zuhause angekommen werde ich deutlich über 4100 km (4136km) geradelt sein, seit dem 12. Juni. Rechnet man die etwa 500 Zugkilometer bis Puttgarden und etwa 750 km von Hirtshals nach Bochum dazu, sind es schon über 5350 km. Kommen noch die 2×1575 km Seefahrt von Hirtshals nach Seyðisfjörður und zurück hinzu, so kommen über 8500 km zustande.
Waldorf on the Road III IST SOMIT nach der ähnlich gerechneten Skandinavienumrumdung 2013 mit 10.000 Gesamt- und weit über 7000 Radlerkilometern mit damals 40 Tagen Dauerregen an 67 Reisetagen meine zweitlängste Einzeltour überhaupt. Von fünf Touren. „RESPEKT!“:-)👍🚴‍♀️🚴‍♀️🚴‍♀️🚴‍♀️🚴‍♀️