Hellissandur – (Richtung Borgarnes/ DUrchgehend regen, Anfangs Starkwind) Bis 14.15 uhr 91 km)/Kaffihús Rjukandi

Etappe 21, Übernachtung 22

Start 6.15 Uhr. Regen ab 6.30 Uhr.

1. Stunde 9 km,

2. Stunde 9.8 km,

3. Stunde 8.8 km,

5 Stunden 60 km,

7 Stunden 84 km…

Hier war die Sicht noch relativ gut. Den Snæfellsjökull, sah ich am zweiten Tag aber nicht mehr. Dennoch, ich war ganz in seiner Nähe und schlief mit dem Kopf in seine Richtung…


Etwa anderthalb Stunden Halt an dem Restaurant geplant, wo ich vor 5 Jahren herrliche vegetarische Burger bekam. Gibt’s nicht mehr. Ich nahm zwei vegane Alternativen, eine Flasche Maltextrakt und eine Cola. Wasser gab es gratis. Kuchen und Tee danach.

Aus den anderthalb Stunden wurde eine ganze Nacht:

Ólöf (weibliche Form von Ólaf/Olaf), die ich aus dem Familienbetrieb hier schon vor 5 Jahren kennenlernte, erkannte mich gleich wieder. Sie wirkte auf mich sogar jünger als damals. Einer der spanischen Köche war noch da, ein anderer junger Spanier bediente. Ich durfte, völlig von außen(Regen) und innen (Schweiß) durchnässt im großen Raum des Cafés (wo mehr Platz und eine Garderobe waren) meine Sachen abnehmen, sie aufhängen und dort essen.

Draußen starker Seitenwind und Regen und die Option, nass in weiteren Regen 65 Kilometer hineinzuradeln. Hier die Möglichkeit, sich in einem großen Raum mit großem Bad auszubreiten und alles bis morgen zu trocknen, um früh, mit weniger Wind(?) in den Regen hineinzufahren. Ich überlegte nicht lange.
Abends, von 18-19.30 Uhr spielte ich im Café für die Laufkundschaft Gitarre, hatte viele Gespräche und erntete viel Applaus. Zu Ehren und großer Freude der Spanier eröffnete und schloss ich diesmal nicht mit Hymn von Barclay James Harvest, sondern mit Guantanamera. Ein behinderter Gast im Rollstuhl wurde nach der „spanischen Eröffnung“ extra aus dem Großen Raum zum „Konzert“ herübergerollt…

Das Gitarrenfoto machte mir zum Ende eine polnische Islandbesucherin, deren hier lebende Freundin ihr ihre neue Heimat per Pkw vorstellte.

Ólöf hält mein Reise-Sheet. Der „Thekenkapitän“ stammt aus Sandgerði. Dorthin will ich bis Sonntag angelangt sein, um Renata, die mit Familie schon seit etwa 17 Jahren in Island lebt, zu besuchen…

Der Witz an meiner “Installation“ erschließt sich vielleicht, wenn man weiß, dass Rjúkandi – RAUCHER bedeutet.