Stóri Karl-Raufarhöfn(RÖYVÖRHÖPN (105 km))

Etappe 4, Übernachtung 5

Was kümmert mich mein dummes Geschwätz von Gestern?… ,


Bin doch schon kurz vor 10 Uhr bei WINDSTILLE(!) gestartet. Jetzt mit 5 kg weniger Gepäck und ausgeruht, schien es leichter zu gehen. Einmal aber musste ich doch absteigen, als an einem mehligen Anstieg in der Kurve ein ziegelgroßer Stein querlag und das Hinterrad durchdrehte.

Ansonsten ging es so gut, dass ich nach 2 Stunden, 50 min die 35,5 km zurücklegte und am Dorfladen des zumachst geplanten Tageszielortes einkaufte.
Zwar fuhr ich die ersten 10 km äußerst vorsichtig und Die Hügel nicht schneller als mit 10 km/h hinab. Allerdings konnte ich auf den flacheren 25 km schneller treten, ich war ja ausgeruht.
Immer wieder verschleierten Nebelbänke die Sicht.

Eine weitere Pizza an der Tankstelle, kleine Zwischensufladung des Powerpack und ich beschloss, anstatt zum hiesigen Campingplatz zu fahren, doch den nächsten im 70 km entfernten Raufahrhöfn anzusteuern.
Nette Geste des Tankstellen-Caféwirtes, er schenkte mir 4 Postkarten (3 von Langnes/Stóri Karl, eine von der hiesigen Dorfkirche).

Gegen 14 Uhr fuhr ich weiter. Ich wusste dass mich anstrengende Kletterpartien erwarten und Nebelbänke, welche die Temperatur augenblicklich von 15° auf etwa 8°C herabstürzen lassen. Die Landschaft ohne Nebel: traumhaft!


An der höchsten Stelle mit grandioser Aussicht auf das von mir verlassene Tal, etwa 25 km vor dem Ziel, ein Wetterumschwung: Gegenwind, Nebelsuppe.
Aber es ging leicht bergab, lange Zeit. Richtig froh war ich, als ich in die Abzweigung 19 km vor Raufahrhöfn einbog. Trotz Nebelglocke setzte ein Rückenwind ein, sodass ich 20-30 km/h halten konnte und kurz schon kurz nach 20.00 Uhr eintraf.

Zelt aufbauen, Gepäck einräumen, nachdem ich die Packtaschen mit der gekauften Bürste kräftig entstaubte, Butterbrote, am Stóri Karl zubereitet als Abendmahlzeit wunderbar lecker. DUUUUUUUSCHEN! herrlich!