Seyðisfjörður/island…, und weiter geht‘s…(60 km)

Etappe 1, Übernachtung 1

Bin schon gespannt, wie gut ích heute den Aufstieg von Seyðisfjörður nach Egilstaðir “verpacke”.

Ankunft im Hafen in 30 Minuten

Einfahrt in den Seyðisfjörður
Alle Kabinentüren sind, je nach Deck mit Fischen und Vögeln o.ä. verziert mit entsprechender Beschreibung im Kabineninnerem (hier Buckellachs)
Nach erfolgter Einreiseregistrierung und Vorweisung der doppelten Impfung bekam ich die „Greencard“, welche mich von heute an von einem weiteren Test in Seyðisfjörður entbindet
Gewaltig, die MS Norröna. BERICHTIGUNG: irgendwo schrieb ich , die Smyril Line wäre eine Isländische Reederei. Falsch, sie gehört zu den Faröern.
Seyðisfjörður
Wald in Seyðisfjörður
Die 600 Höhenmeter sind fast geschafft(s. Bericht unten)
Islands größtes zusammenhängendes Waldgebiet, etwa 8 Quadratkilometer bei Egilstaðir.

Eigentlich wollte ich heute auf dem Campingplatz in Seyðisfjörður übernachten. Eigentlich.
Durch den Wegfall der Testpflicht war ich aber frei.
Gelangte ich bis Egilstaðir, hätte ich einen kleinen Vorsprung.

Der Hitzeschock bei der Ankunft sitzt (bei meinem letzten Islandbesuch war es niemals so warm wie heute).
Ich bin fassungslos, wie warm es hier sein kann…

Der Anstieg von bestimmt 600 Höhenmetern hat es tatsächlich in sich. Er ist mit 34 kg Radlergepäck schwierig zu meistern. Ich kam aber durch..

Die anschließende Abfahrt bis Egilstaðir, auf vielleicht 100 Höhenmeter lässt mich schon jetzt erahnen, welchen Strapazen ich am 11. August ausgesetzt sein werde, um beim Anschluss meiner Rundreise zum Schiff zu gelangen…

In Egilstaðir habe ich vor 5 Jahren nur zum Essen angehalten. Kurzer Hand beschloss ich auch diesmal, der mit gut 3000 Einwohnern größten Stadt Ostislands den Rücken zu kehren.
Kurzer Lebensmitteleinkauf und weg war ich.

Diese Hitze! Nach einer kurzen Pause fuhr ich nur im T-Shirt als Oberbekleidung weiter. Der Asphalt war so heiß, dass er klebte. Fuhr ich durch frische Autospuren, so entstanden Geräusche wie beim Queren großer Pfützen. Nur, dass es viel schwerer war voranzukommen.

Eigentlich wollte ich diesmal nach Vopnafjörður den viel kürzeren Weg nehmen. Eigentlich.

Das Schild unten hat mich schnell eines Besseren belehrt. Wahrscheinlich werde ich auch dieses Mal wieder nur die „1“, den Ringweg und Straßen mit zwei Ziffern befahren. Oder ich frage bei besonderen Sehenswürdigkeiten vorher nach, ob die Strecke per Rad befahrbar ist.

Einer der vielen Lachsflüdse Islands.

Ich war inzwischen etwa 35 km weit weg von Egilstaðir. Und 60 km von Seyðisfjörður.

Plötzlich erhielt ich ein „Angebot vom Universum, das ich einfach nicht ausschlagen konnte: Ein kleines Lärchenwäldchen, etwa 50-100m seitlich der Straße “bat mich” um ein Gitarrenkonzert.
Ich sagte sofort zu.

Nach kurzer Zeit stand das Zelt, der Tee war frisch aufgebrüht, und der Wind und einige Vögel begleiteten mich beim zweistündigen „Lärchenwaldkonzert“.

In der taghellen Nacht fiel kein Tau. Es wurde aber windstill. Windstill? Auf Island? Tatsächlich!!!