„Ist ja, wie im urlaub!“

Ein herrlicher Tag mit Müßiggang.
Wolkenlos, strammer Ostwind.

Kleine Einkaufstour zu Brugsen, Umpacken, Sortieren, Aussondern.
Heute besuche ich Erling zum letzten Mal, lasse bei ihm eine Einkaufstüte mit aussortierten Dingen zurück und hole die Gitarre ab.

Ein herrlicher Strandtag in Stoense: „Ist ja wie im Urlaub !“, pflegten wir immer zu sagen,wenn wir mit Kölner Freunden und deren zwei kleinen Kindern auf Visingsö im schwedischen Vätternsee Halt machten.

„Aber wir sind doch im Urlaub!“ antworteten da entweder Sina oder Laurin, die inzwischen längst erwachsen sind und im Sommer regelmäßig das elterliche Ferienhaus in Schweden nutzen.

„Ach ja!“, war dann immer die Standardantwort der Erwachsenen.
Gefühlt hundertmal am Tag.

Herrlich!

(Ristinge am Vortag)

Stoense am 17 Juli: Blauer Himmel, blaues Meer: Was will man mehr?


„Ist ja, wie im Urlaub!“
Ist ja, wie im Urlaub


Ach ja, die Wassertemperatur von -2 °C ist heute um etwa 22-24° C überschritten.
Einfach herrlich, „wie im Urlaub“…

Ich musste etwa 300 m hinausgehen, um brusttiefes Wasser zu erreichen. Und es war dann der reinste Genuss hin und her parallel zum Ufer zu kraulen oder anders zu Schwimmen mit der Sonnenscheibe oben als Navigator.

Gleich gibt es Chili sin Carne, verfeinert umwunderbare Anischampignons, die ich am Wegrand entdeckte und gleich noch ernten werde.

Gegen sechs bin ich mit Erling verabredet. Kilometerstand heute: keine 10 km. Und Århus liegt nur 228 Kilometer entfernt. Da möchte ich übermorgen gegen Mittag angekommen sein.

Auf geht’s, zunächst nach Lohals…

Über die Anischampignons haben sich andere gefreut, als sie sie während meines Strandausflugs fanden.

In Erlings 10.000 Quadratmeter großen Kunstgarten fanden wir aber auch welche und zwei andere Champignonsorten. Morgen wird er sie genießen.

Karin und Erlings Kunstkeramik in deren Wintergarten. Er formte ALLES, sie bemalte ALLES. Seit Karin „aus der Zeit gegangen ist“ hat Erling noch nicht wieder angefangen zu plastizieren. Kunstwerke der Beiden wurden auch der Königin beim Besuch Lohals‘ zum Ortsjubiläum überreicht. Ein großer Tisch ziert das Kopenhagener Rathaus.
Dennoch, ihr „Hauptstandbein“ war immer edle Gebrauchskeramik, von der wir im Laufe der Jahrzehnte etwa 200 Stück erwarben.
Unser gesamtes Geschirr ist „Heerwagenmade“…

Insgesamt radelte ich heute nur 20 km.
Jetzt, kurz vor 23 Uhr wird es langsam dunkler.

Lohals/Langeland

Fledermäuse umschwirren mich. Der Ostwind scheint nachzulassen. Bin auf die morgige Fahrt durch Fünen gespannt. Eine dort durchgeradelte Strecke während meiner Tour 2013 war recht anstrengend. Mal sehen, ob sich die Dänen inzwischen bessere Lösungen für Radler haben einfallen lassen…