Mittwoch, 13. Juli: Akureyri – Blönduós/151 km

Islandkarte 18-19

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5.20 Uhr, Blick vom Sanitärgebäude aus: Alles schläft, kurz vor meinem Start. Der Himmel ist zwar verhangen und das Zelt nicht ganz trocken, die Luft „fühlt“ sich aber trocken an…IMG_2567 IMG_2569 Das luxuriöse und preisgünstige Thermalbad,  ganz in der Nähe des eher spartanisch ausgestatteten Campingplatzes, bietet hervorragende Möglichkeiten, diesen Mangel zu vergessen. Ich war gestern leider etwas spät dran, vielleicht hätte ich doch hingehen sollen…  IMG_2570 IMG_2575 IMG_2576IMG_2578
Der gestrige Anstieg jetzt als starkes Gefälle. Die Fotos vermitteln nicht annähernd die Steilheit der Strecke…
IMG_2579 IMG_2580 IMG_2583Eymundsson, der Riesenbuchladen „an der Ecke“ mit Cafeteria und Free WiFi…, jetzt natürlich noch geschlossen…
IMG_2588Der nur etwa 300 m entfernte Schuhladen, in dem ich vom Buchladen erfuhr…, jetzt natürlich ohne japanische Schuhinteressenten..
IMG_2591Alle Ampeln in Akureyri zeigen bei ROT ein Herz…
IMG_2593 Letzter Blick auf Akureyri.
IMG_2596und auf in Richtung Blönduós!…IMG_2601Nicht nur für Schiffe auf der Dänemark-Grönland-Route, sondern für alle Kreuzfahrtschiffe ein Muss: Die Stippvisite in Akureyri.
IMG_2604IMG_2609Die Wolken Regnen wohl auf der anderen Bergseite ab, ich habe den ganzen Tag lang meistens freundliches Wetter mit viel Sonnenschein und besonders viel Gegenwind bei den späteren Abfahrten… IMG_2610 IMG_2612 IMG_2616 IMG_2618 IMG_2619

Aus dem Reisetagebuch: Um 5.30 gestartet. Alle roten Ampeln in Akureyri blicken den Verkehrsteilnehmer mit Herzchen an! Nüchtern 49 km geradelt mit Anstiegen, bevor die wirklichen Serpentinen zu sehen waren. Dann Zelt getrocknet und zwei Nudelsüppchen gegessen.

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Höchster Punkt der Strecke. In 540 m Höhe wunderbarer Telefonempfang, also mehrere     Telefonate durchgeführt… Der plötzlich aufkommende kalte Gegenwind verkürzte aber beträchtlich die jeweilige Gesprächsdauer.

Aus dem Tagebuch:                                                                                                                    Anstieg auf 540 m in eineinhalb Stunden geschafft.                                                                      Starker Gegenwind beim Abstieg. Sehr lange Abfahrt bis Varmahlíð. 99 km.                                     Gut eingekauft, gegessen. Bei  einer jungen Isländerin am Nebentisch nach weiterem Streckenverlauf bis Blönduós erkundigt (vergleichbarer Anstieg).    Da es erst 15.30 Uhr ist, fahre ich nach gut einer Stunde Pause weiter.

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IMG_2638Wegen des starken Gegenwindes brauchte ich auch für die Abfahrt viel Kraft: Neues „Fettdepot“ angelegt…
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Reparaturarbeiten an der Unfallstelle, der höchsten Stelle des zweiten Anstiegs im vollen Gange, die Leitplanke wird ausgewechselt, der Verkehr wechselseitig gesperrt, das Wrack vorerst als Abschreckung(?) liegen gelassen…IMG_2653

Aus dem Reisetagebuch:                                                                                                 Wunderschön, eine Singschwänefamilie  unweit am kleinen Gewässer direkt nachdem der Anstieg bewältigt ist entdeckt. Fotos. Zwei jungen Berlinern begegnet (haben heute erst 40 km hinter sich), sind schon länger unterwegs als ich, anders herum, aber wesentlich weniger weit gekommen. Konnten gar nicht glauben, dass ich heute in Akureyri gestartet bin und schon 113 km hinter mir habe.                                                                                                                                             Zwei Deutsche und der Spanier von vorgestern zischen vorbei. Ich mache mich auf den Weg. Bergrunter bin ich schneller als sie, 63 km/h, komme an die 3 näher. Da biegen sie an einem Campingplatz, den ich übersehen hätte ein. Tschüss, will noch 30 km weiter…(Ich werde ihnen nicht mehr begegnen).

IMG_2659Kleine Rast zwischendurch, ein  Riesenapfel als Zwischenmahlzeit.IMG_2663 IMG_2664 IMG_2665Aus dem Reisetagebuch:

Kleine Kirche, leider verschlossen… 

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Aus dem Reisetagebuch:                                                                                                             Kurz Vor Blönduós ein größerer Anstieg, dann nur noch kurz herunter. Bin gegen 20.30 Uhr da. !5 Stunden Fahrtzeit inclusive zweieinhalb Stunden Rast151 km: Die wohl schwierigste Etappe im Vollbesitz der Kräfte.                                                                                                                  Bin ´ne kleine Sensation auf dem Platz, als ich mit 3 Isländern spreche und mich nach allem erkundige. Und weil ich versuche, alles auf isländisch zu machen. Sie können einfach nicht fassen, dass ich heute Morgen per Rad in Akureyri gestartet und mit eigener Beinkraft jetzt hier angekommen bin.                                                                                                                            Ein französiccher Radler, seit 2 Monaten hier spricht mich an. 100 km seine bislang längste Strecke. „WAS, HEUTE VON AKUREYRI AUS GESTARTET???; UNMÖGLICH!!!…“                                                                Meistens Isländer hier. Sehr gute Kub-Spieler und Fußballer natürlich. Stelle mein Zelt inmitten auf den Rasenplatz. Heute süßes Abendessen mit Kinderkaffee.  Ausruhen im Sessel, zugucken, duschen, Wäsche waschen, bettfertig machen. Morgen wird ein sonniger Tag starte etwas später…

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