Donnerstag, 30. Juni: Auf zu den Vestmannaeyar/Westmännerinseln

Islandkarte 5-6

 

Bin kurz vor dem Wecker um 4.00 Uhr aufgewacht und um 4.45 längst wieder unterwegs gewesen.

Gestern, auch durch die Nähe des vor 5 Jahren plötzlich ausgebrochenen Eyafjallajökull (gesprochen etwa wie: Äjafjatlajökutl) der dabei fast den gesamten europäischen Flugverkehr lähmte, geriet mir ganz aus dem Sinn, dass ich mich in der Nähe der Westmännerinseln befinde, welche 1973 durch einen fast ein halbes Jahr andauernden Vulkanausbruch Geschichte machten. Damals sind 400 Häuser vernichtet worden, und nur durch ganz unglaublich aufopferungsvollen und von Glück begleiteten Einsatz der verbliebenen Bewohner  gelang es mittels Wasserkanonen doch noch, den Lavastrom, der die Insel um mehr als 2 Quadratkilometer vergrößerte, zu stoppen. Und das bevor der Hafen, die einzige Lebensader der völlig vom Fischfang abhängigen Gemeinde verschluckt wurde.

Ich beschloss ganz plötzlich, die von gut 4000 Einwohnern  bewohnte Hauptinsel zu besuchen. Gelockt hat mich auch die Aussicht, dort „zuhauf“ Papageitaucher beobachten zu können, wie es die Touristeninformation anhand sehr eindrücklicher Bilder verkündete.

Zusammengefasst gesagt: Ich werde der Insel bei meinem Kurzbesuch auch nicht im Ansatz gerecht werden können, um sie unter der der Kategorie „kenne ich“ einzuordnen und muss unbedingt noch einmal für länger wiederkommen. Sie ist wunderschön und ich kraxelte dort auch schon im „Schnellauf“ die Vogelfelsen nahe des Campingplatzes ab. Ich entdeckte sogar in der Nähe die „Einfluglöcher“ einiger Papageitaucher und sah auch viele andere Vögel. Sie wirkten jedoch recht scheu ob der vielen Touristen, die zum Teil für 3-4 Stunden herkommen, um die Insel „abzuhaken“. Gerne hätte ich die helle Nacht unter den Vögeln verbracht.

Als es „im Felsen“ zu regnen begann, musste ich zügig zum Zelt zurückkehren, um auf den glitschigen, schrägen Grassoden nicht abzurutschen.

Die Bilder sind als „Gschmäckle“ dennoch vielleicht eindrücklich genug. um sich mit Heimeya, der einzigen ständig bewohnten, dafür aber mit über 4200 Einwohnern auf 14,5 Quadratkilometern recht dicht besiedelten insel zu befreunden.
IMG_0980IMG_0978

Aufbruch um 4.45 Uhr

IMG_0996

Die Singchwanenmutter ist auch schon unterwegs. Der Vater wachte zunächst etwa 100 m entfernt und flog singend zur Familie, als ich vorüberrollte.

IMG_1003

Der Eyafjallajökull aus etwa 15 km Entfernung

 

IMG_0944

Die zwei oberen und zwei unteren Orte werde ich bei meiner Reise noch besuchen.

IMG_1028

 

IMG_1039

Felsenwand direkt in der Hafeneinfahrt

IMG_1032

Sicher ist sicher…

IMG_1041

Auf dem grünen „Dach“ kann man herumkraxeln…

IMG_1049

Möwenkolonie direkt am Hafen.

IMG_1087

Scheinbar einsamer Radler „kolonisiert“ den Campingplatz.

IMG_1128

Blick nach unten zum Meer

IMG_1140

Blick von oben, von den Vogelklippen aus zum Meer (in entgegengesetzter Richtung)

IMG_1188

Freundliches Wetter,

IMG_1194

freundlicher Zeltplatz.

Es folgt eine taghelle Nacht mit Nieselregen…