Middelfart – Lohals: Auf zum letzten Urlaub!

21.08.13
Man merkt den Spätsommer auch am nassen Außenzelt, wenn man frühmorgens aufbricht. Gewöhnlich knüpfe ich dann schnell das Innenzelt aus – auch wenn es über die Nacht etwas „klamm“ geworden sein sollte – sichere es in einer Plastiktüte und packe das Außenzelt auch „klitschnass“ ein.
Wenn es die Witterung wirklich nicht zulässt, das Außenzelt über den Tag zu trocknen, so ist das Innenzelt in der Regel doch immer noch trocken genug, um darin die selbstaufblasbare Matte und Schlafsack auszubreiten. Notfalls hilft ein Papiertaschentuch, etwas Toilettenpapier oder ein Handtuch/ T-Shirt usw., um den Boden trocken zu bekommen. Soviel vorläufig zur Zeltpraxis.

Heute ließ ich alles nass zusammen, am Zielort in etwa 150 km Entfernung gab es in einer keramischen Werkstatt gute Möglichkeiten alles am warmen Brennofen zu trocknen, falls die Sonne nicht ausreichend scheinen sollte.

Gewachsene dänische Städte und Dörfer entwickeln ihren eigenen Charakter, sind aber doch insgesamt schnell als „TYPISCH DÄNISCH“ zu klassifizieren mit ihren verschiedenbunten Fachwerkhäuschenreihen, getrennt durch schmale Pflasterstraßen oder – gassen mit immer wieder dicht an den Wänden emporwachsenden Stockrosen, Königskerzen oder Rosenstöcken.
In den meistens gardinenlosen Fenstern sieht man oft verschiedene Püppchen, Miniaturskulpturen von Menschen wie Tieren, Vasen, besonders schöne Steine vom nahen Strand oder andere Gegenstände, die den Blick auf dem Weg ins Hausinnere fangen und so einen Abstand schaffen, ohne ihn durch Vorhänge definieren zu müssen.
In manchen Gegenden trifft man auch besonders häufig auf Außenspiegel, so an den Fenstern angebracht, dass sie von innen „im Gegenangriff“ den Blick auf die gesamte Straße ermöglichen.
Egal ob in Rudkøbing, Odense, Svendborg in Marstall auf Ærø oder anderswo, es stellt sich sofort eine bestimmte, wenn auch schwer zu beschreibende Stimmung ein, die jedermann einflüstert: „Du bist in Dänemark“.
Ganz irritiert ist man dann, wenn plötzlich Hinweise auf „ALDI“, Lidl, „BAUMARKT“, „Mediamarkt“ auftauchen, die uns aus dem Träumen reißen,
wenn Formel1-beworbene Powerdrinks, die angeblich Flügel verleihen, als Sixpacks in dänischen Supermärkten auftauchen.

All das nimmt man besonders intensiv wahr, wenn beim Radeln die Bilder von Städtchen und Dörfern, eingebunden in die jetzt allgegenwärtigen Erntearbeiten, wie von selbst im ständigen Wechsel vorbeiziehen.

Die Strecke bis zu Karin und Erling Heerwagen, in Lohals war mir schon bekannt. Mein Navigationsgerät schien die „Fahrradautobahn“, welche bereits seit über 30 Jahren beidseitig der gewöhnlichen Straße besteht, aber noch nicht zu kennen und versuchte mich ständig auf Umwege zu leiten.
Das ignorierte ich konsequent und sparte auf den 16 km zwischen Svendborg und Rudkøbing fast eine halbe Stunde Zeit ein.
Soviel abschließend zu meiner Bewertung von Radnavigationssystemen in der Praxis…

Die 30 km von Rudkøbing bis Lohals herrschte Rückenwind.
Endlich!
Um 16.30 Uhr war ich angekommen.
Zwei Tage Ferien bei Freunden konnten beginnen…

Herrlich!

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