Gränna-Varberg

18./19.08.13
An der Tankstelle bei der Autobahnauffahrt E4S(Süden ) gibt es auch ein Restaurant. Dort kräftigte ich mich für die Fahrt, blickte von der Terrasse ein letztes mal auf Visingsö herunter und fuhr gegen 11Uhr los.
Noch schien die Sonne, der Himmel zog sich aber langsam zu.
Während die Autofahrer mit einem recht flachen Autobahnverlauf bis Jönköping verwöhnt werden, ist die Fahrradstrecke ausgesprochen wellig.
Der starke Südwind drehte sich im Laufe der Fahrt nach West, sodass das Vorankommen über die gesamte Strecke von 235 km viel schwerer war und die Geschwindigkeit gering.
Ich wollte die Fähre am Montag um 8.50 Uhr erwischen und sah auf mich eine „schlaflose Nacht im Dauerbetrieb“ zukommen. Die Strecke war bis Husquarna gelegentlich überfüllt von blankpolierten Porsche-Oldtimern, die in langen Kolonnen auf dem Weg zu ihrem „Reichstreffen im IRGENDWO“ waren.
Gegen 16.00 Uhr begann der große Regen.
Ab Husquarna, der Stadt, die inzwischen mit Jönköping zusammengewachsen ist, hörten die Schauer gar nicht mehr auf.
Der Gegenwind, auch an den bewegten Baumfotos auszumachen, schwächte sich bei Regen nicht ab.
Meine Lenkertasche, in der ich meine gesamte Elektronik verstaute, begann Wasser zu ziehen.
Diese Neukonstruktion bedarf einer dringenden Überarbeitung für Dauereinsätze, will sie sich in der Praxis bewähren!
Die Reißverschlüsse klemmten von Beginn an gelegentlich, jetzt gingen auch die „Schiffchen“ nacheinander kaputt, schlossen nicht mehr dicht genug, lösten sich gar heraus.
Bei einem Zwischenstop im Windschatten einer Garage gelang es mir mit Kombizange einiges zu reparieren, alles, was aber nicht in Plastiktüten verwahrt war, durchnässte im Laufe der Nacht durch das Spritzwasser zunehmend. Dass das IPad und der Fotoapparat den Regen überstanden, grenzte – auch im Nachhinein betrachtet – an ein Wunder.
Zwischen 20-21 Uhr eine Regenpause. In einem größeren Ort haben Supermarkt und Pizzeria auch sonntags geöffnet.
Eine Familienpizza mit doppelter Portion Käse, ist für mich während der Radtour kein Problem, auch wenn ich die Pizzabäcker immer wieder mit meinen Sonderwünschen in ungläubiges Staunen versetze.
Diesmal kann mir meine Mahlzeit nur auf dem Auslieferungskarton serviert werden, die Pizzeria hat keine Teller, die groß genug sind…

Ich musste, von gelegentlichen Stopps an Haltestellenhäuschen abgesehen, wo nach einem Schluck heißen Tees auch eine kleine Schlafpause möglich war, durchradeln.

Etwa 2 Stunden vor dem Abgang der Fähre war ich in Varberg.
Zum Glück konnte einiges während der über vierstündigen Überfahrt nach Grenå antrocknen und ich fand auch Steckdosen, um etwas Strom zu tanken.

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