Mänttä – Turku

Zehn Minuten vor dem Start ein letztes Bad im Keuruu-See.
Für Walteri und Sanderi, die hier öfter am Steg waren, ist dieser Freitag der letzte Ferientag. Am Montag beginnt in ganz Finnland die Schule…, nach zweieinhalb Monaten richtiger Sommerferien.
Sie kommen in die fünfte bzw. sechste Klasse, habe ich von ihnen erfahren…

Ich fuhr um 17 Uhr los. Eigentlich wollte ich die Nacht durchfahren, um auf wenig Verkehr zu treffen. Da Schnellstraßen offenbar für Radler nicht verboten sind, rollte es richtig gut.
Als nach 70 km, noch vor Tampere Regen einsetzte und ich sofort einen Idealplatz für das Zelt fand, bog ich ab.
Nach einigen Stunden ging es weiter, im Regen.
Weil die Schnellstraße 10 km vor Tampere zur Autobahn wurde, fuhr ich lieber ab ins Zentrum und suchte autobahnnahe Ersatzwege. Ein Radlerverbot habe ich aber nicht gesehen…
Das Lob haben finnische Straßen verdient, eine international verständliche Information an Knotenpunkten mit Veränderung des Straßenranges wäre aber vielen Ausländern eine willkommene Orientierungshilfe.
Hätte ich das Navigationsgerät nur im Fahrradmodus betrieben, so wären es am Ende über 300 km bis Turku geworden.
Durch PKW-Modus mit Vermeidung der Autobahnen bewegte ich mich auf einem einigermaßen legalen Wege und war nach 263 km am Ziel. Man muss immer tüfteln, richtige Radlerevolution…

Glück, schon 20 Minuten nach meiner Ankunft begann das Einchecken, obwohl die Fähre nach Schweden, die mich bloß nach Långnäs auf die Finnischen qÅlandinseln mitnehmen und kurz vor ein Uhr nachts ausspucken sollte, erst um 21 Uhr abfuhr.
Vor dem Einchecken traf ich Elena und Roman, zwei Radler aus Moskau, die für 10 Tage nach Finnland mit den Ålands kamen und überlegten, ob sie auch meine Fähre nehmen sollten.
Haben sie wohl nicht…
Nach dem Einchecken konnte ich nichts schreiben. Zuviel Menschen waren am Radler interessiert, Schweden, Dänen, Åländer, in der Schweiz lebende Finnen.
Wobei das Fahrrad mit seiner Technik ganz im Mittelpunkt stand.
Ich erfuhr auch von so mancher Radlergeschichte…

Das Schiff war riesig, es fiel schwer, sich darauf nicht zu verlaufen…
Bei der Überfahrt war der Sonnenuntergang ein richtiges Zusatzgeschenk.
Die Fotos setze ich in den nächsten Bericht.

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