Grense Jakobselv/Nachtrag

ACHTUNG, einige Beiträge wurden am 1./2. August ergänzt oder hinzugefügt wie der Nachfolgende ( s. Berlevåg – Syltefjord, s. Text zu den Bildern nach Sevettijärvi)

Die Fahrt nach Hamningsberg per Schnellboot und der Besuch des Norwegischen „Ostpols“, der Insel Vardø des „östlichsten“ Zipfels von Norwegen, weiter östlich als Grense Jacobselv, als Kirkenes, als das östlichste Finnland, so weit östlich gelegen, wie Kairo, war in den Reiseplanungen als „EVENTUELL“ verzeichnet (s. Reisekarte vom Februar, Punkt 17).
Schön, das sie durch die Reiseumstände möglich wurde.

Für Statistiker: Der Westpol Norwegens liegt übrigens auf der geografischen Länge von Amsterdam.
Dort ist zur Sommerzeit die Sonne nachts eigentlich erst etwa um 1.45 Uhr an ihrem tiefsten Punkt.
In Vardø ist sie das etwa um 0.00 Uhr, oder gleichzeitig um 1.00 Uhr finnischer Sommerzeit…

Die Stadt Vardø hat inzwischen nur noch etwas über 2000 Einwohner.
Das erfuhr ich von einer jungen Fischerin und einem Fischer, die kurze Zeit danach mit ihrem Boot „in die Mitternachtssonne“ hinausdümpelten (s. Video).
1993, als ich hier mit Nummer 111 am Badeversuch im Eismeer für das Guinnesbook Of Records teilnahm (es sollten 10 % der Einwohner Vardøs in das unter 10 Grad warme Wasser „strömen“, aktiv im Wasser „anwesend“ schwammen (mit mir gerechnet) aber nur 117), waren es noch
knapp über 3.000.

GRENSE JACOBSELV
Die Kurzmitteilung ist bebildert möglich, weil ich dort bereits vor 2 Jahren bei herrlichem Wetter(!) während Reisevorbereitungen war.
Ich hatte als Russischlehrer vor, ohne Visum am Grenzübergang nach Russland, etwa 25 km vor dem Ende der Straße, einen kleinen Schnack mit den Grenzbeamten zu halten. Das war legal nicht möglich, weil den Grenzbewohnern und „Westlern“ jede Kontaktaufnahme mit dem Ostnachbarn streng verboten war. Ich respektierte das, fuhr dennoch auf „äußerst sehr schlechtem“ Straßenzustand bis zum sandigen Parkplatz am Ende der Straße, wo nur noch Klippen zu sehen waren.
Norwegische Grenzsoldaten, im Jeep auf dem Weg zum auf dem Hügel gelegenen Beobachtungsposten, winkten mir freundlich zu.
(aktuell: Es gibt inzwischen Erleichterungen im Grenzverkehr der grenznahen Bevölkerung beiderseits. Diese kann sich recht frei beiderseits der Grenze bewegen, Beschilderungen, wie ich sie auf dem Weg nach Finnland vor wenigen Tagen fotografierte, weisen auf die „internen“ Grenzen hin).

Zu den Fotos:
Ein Norwegisches Ehepaar mit Hund aus dem 1000 km südwestlich gelegenen Harstadt/Vesterålen auf Wochenurlaub (mit dem inzwischen „presseberühmten“ Feigenbäumchen, das ich auf Visingsö noch besuchen will und der Buchseite mit unserem „historischen“ deutschen Hund 1994).

Hinter den Klippen nur noch die Einmündung des Jakobselv in die Barentsee, danach Russland.

König Oscar II Kapelle, mit sensationell durch das Schlüsselloch fotografiertem Altarbild.
Etwa 200 m vor der Kapelle stand ein Haus in dem der letzte, sehr alte Bewohner mir zuwinkte.
An der Kapelle ein sehr alter Friedhof mit weit über 100 Jahre alten Gräbern, meistens kyrillisch beschrieben.

Auf dem Bild mit mir und Feigenbäumchen ist hinter dem Zaun der Grenzfluss Jakobselv.
Die Klippen dahinter sind Russland.

Vordergrund: sensationelle Tundravegetation.
Hintergrund: Russland.

Russischer Grenzpfosten am anderen Flussufer bei der Rückfahrt fotografiert.

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