Reipå – Bodø

Die 110 km nach Bodø waren für mich vor 7 Jahren die schwerste Etappe.
Auch 2013.?
Nein.

Aufbruch früh, Regen.
Viele Anstiege, die immer wieder in den abregnenden Wolken enden und Abfahrten, die sehr vorsichtig dosiert gerollt werden müssen.
Zu glatt.
Zuviel Löcher/Straßenschäden.

Strecke bekannt. Ich glaube zu wissen, warum sie mich vor 7 Jahren so forderte:
Schild „Anstieg über 200-2500m“.
Fehler!
Der Anstieg bis die Bodøkommune erreicht ist, verläuft völlig anders.
1. Keine Serpentinen, ein langer, nicht enden wollender Anstieg, ähnlich dem vom Valldal aus zum Trollstigen. Nicht nur 2500 m lang. Etwa dreimal länger. Kurzes Gefälle, Weiteraufstieg.
2. Hat man die Kommunengrenze erreicht, beginnt der Abstieg zunächst nur scheinbar. Nach kurzer Schussfahrt muss man wieder, gefühlt endlos Klettern. Wiederholt.
Erst danach Abfahrt auf Meereshöhe.

Die Strecke ist für mich auch jetzt hart. Ich kenne sie aber, erkenne manche Stellen besonders leicht.
Dadurch ist alles einfacher. Nicht verwunderlich, dass mir heute kein einziger Reiseradler begegnet. Der Bus unter dem Gletscher oder die Hurtigruten haben Konjunktur…

Die Brücke über den schnellsten Gezeitenstrom der Welt Saltstraumen ist eine Touristenattraktion.
Als ich ankomme ist das Wasser wegen Gezeitenwechsels nahezu ruhig. Schade. Gern hätte ich „brausende Videos“ gedreht. Ich drehe trotzdem und fotografiere.
Hier strömen alle 6 Stunden durch einen 3 km langen und 300m breiten „Naturkanal“ 400 Millionen Kubikmeter Wasser hindurch, mit fast bis zu 40 km/h.
Ich muss weiter, zur Lofotenfähre, als die Strömung beginnt.

Wenige Kilometer weiter eine Stelle die mir noch viel besser gefällt. Auch schon vor 7 Jahren. Faszinierende Schleifspuren mit Blasentang bedeckt.

Die 30 km bis Bodø fallen wegen des starken Gegenwindes schwer. Besonders, als der Himmel seine Pforten wieder richtig öffnet…
Nach einstündiger Wartezeit Lofotenfähre…

Ich habe inzwischen, wie vor 7 Jahren, eine eigene Fangemeinde.
Motorradfahrer, PKW, Wohnmobile, PKW mit Wohnwagen.
„Wie machst Du das? Wir sind motorisiert unterwegs und Du kommst, mit dem Fahrrad genauso schnell voran?“ Fragen mich manche, wenn wir uns an einer Fähre wieder begegnen.
Winken im Vorbeifahren, Blinken, kurz anhupen.
Ein schönes Gefühl…
Freunde, nachts, ziehe ich manchmal an euren schlafenden Kisten vorbei!
Ich bin selber erstaunt, wie wenig Schlaf ich selbst durch „verregnete“ Lichtnahrung benötige…
Die abgebildeten Motorradfahrer aus Schweden sind etwa 100 km Nördlich des Vätternsees beheimatet. Da komme ich auch noch vorbei…

20130714-082715.jpg

20130714-083443.jpg

20130714-083351.jpg

20130714-083421.jpg

20130714-083729.jpg

20130714-083633.jpg20130714-230731.jpg

20130714-083754.jpg

20130714-083608.jpg

20130714-083550.jpg

20130714-082359.jpg

20130714-082509.jpg

20130714-082823.jpg

20130714-082920.jpg

20130714-082939.jpg

20130714-083006.jpg

20130714-083238.jpg